Wanderer

 

Diese sächsische Kultband um Frontmann Reinhard Greim feierte am 24.11.2007 in der Wernersgrüner „Tenne“ ihr 30jähriges Bandjubiläum und wenn man Glück hat, erlebt man sie noch heute ab und an auf der Bühne.

Gegründet wurde die Folk-Rockband 1977 in Thalheim von Reinhard Greim (g, voc, viol, mand), Wolfgang Moschner (g, voc), Thomas Weisbach (bg), Christoph Rottloff (g, voc, fl) und Michael Barth (g, voc, keyb). Zuvor hatte man bereits gemeinsam bei „Satori“ gespielt. Moschner stieg bereits ein Jahr später aus der Band aus, die anfangs noch ohne Schlagzeug spielte.

Später kamen Uwe Schäf (dr), Martin Ruppert (bg) und Klaus Drechsler (g, voc) in die Band, welche sich stark am Folk-Rock, altdeutscher Folklore, an Cat Stevens und Simon and Garfunkel orientierte. In ihren eigenen Titeln ging es um Liebe und Sehnsüchte; griff man aber auch Themen wie Frieden und Umwelt („Einmal weht der Südwind wieder“) auf und geriet somit ins Visier der Staatsmacht. Zu den bekanntesten Titeln gehören wohl "So wie die“, "Der Politiker" und „Es ist alles nur geliehen“. Die Band spielte damals vorwiegend im sächsischen Raum: Affalter, Marienberg, Theuma.

Wie bei so vielen Ostbands war 1989 erst ein Mal Schluss. Man verlor sich jedoch nie aus dem Auge, sodass es im Juni 2004, nach langer Pause, an einem geschichtsträchtigen Ort, der „Linde“ in Affalter, zu einer Neuauflage in Originalbesetzung kam. Seitdem wiederholen sich die Auftritte jährlich, bei denen Band und Fans bei Original-Wanderer-Musik sich gemeinsam der alten Zeiten erinnern.

„Michi“ Barth ist heute Musiklehrer und spielte nach dem Ende der „Wanderer“ bei diversen Bands („Desperados“, „Gratwanderer“, „Schluckauf“, „Swing & Old Friends“). Auch Klaus Drechsler und Martin Ruppert fanden sich später bei „Schluckauf“ wieder. Wolfgang Schneider findet man inzwischen mit „Taylor“ auf der Bühne wieder und Christoph Rottloff spielt bei „Wind, Sand & Sterne“. Einzig Reinhard Greim verließ sächsischen Boden in Richtung Münster, lässt es sich aber nicht nehmen, noch heute gemeinsam mit den Wanderern aufzutreten.