new name better than no name:


Footsteps
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Zeiten ändern sich. Namen auch.

Schon seit geraumer Zeit verfolge ich die Aktivitäten einer jungen Band aus Torgau. Als ich sie zum ersten Mal live erlebte, nannte man sich noch „Whorehouse“ und war zu viert. Im Repertoire der Band, die sich im Torgauer Raum längst einen Namen gemacht hat und inzwischen auch in Lauchhammer und Berlin „aufspielte“, haben Rock- und Bluesklassiker, sowie die Hymnen der Südstaatenrocker gleichermaßen einen festen Platz. Ende des vergangenen Jahres formierte sich die Band neu; spielt jetzt in der klassischen Dreierbesetzung, erarbeitete sich ein neues Programm und nahm jetzt unter neuem Namen die erste CD auf. Dem Bluesrock fühlt sich „Footsteps“ noch immer verpflichtet. Beeinflusst von ihren Idolen Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan, gepaart mit dem Southern Feeling der „Allman Brothers“ und „Gov’t Mule“ arbeiten die drei jungen Musiker Lucas Fiege (voc, g), Marius Gebhardt (voc, dr) und Hendrik Herder (b) beharrlich an ihrem eigenen Stil, der heutzutage nur bei sehr wenigen Bands ihrer Altersklasse anzutreffen ist. Und genau deswegen verdient „Footsteps“ meine Aufmerksamkeit. Das Erscheinen ihres Albums "Ain't No Big Thing" ist für den 26. März dieses Jahres angekündigt und just zu diesem Anlass steigt am gleichen Tag in der „Kulturbastion“ Torgau eine zünftige Record Release Party, zu der WIR alle herzlichst eingeladen sind.

(Januar 2011)

AIN’T NO BIG THING

Seit ein paar Tagen nun halte ich es in den Händen - das Debütalbum von „Footsteps“. Inzwischen hat die kleine Scheibe schon so manche Runde in meinem Player gedreht, und es gefällt. Anfang 2011 präsentierte sich die junge Band aus Torgau mit veränderter Besetzung und neuem Namen, ging sogleich ins Studio und veröffentlichte im Frühjahr des Jahres mit „Ain’t No Big Thing“ ihr Erstlingswerk.

Seit nunmehr zwei Jahren verfolge ich die Entwicklung von Marius Gebhardt (dr, voc), Lucas Fiege (g, voc) und Hendrik Herder (bg). Als ich sie das erste Mal erlebte, bestand ihr Programm ausschließlich aus gecoverten Nummern. Die Palette reichte von Lynyrd Skynyrd bis Robert Johnson. Es folgten erste Auftritte außerhalb der Grenzen Sachsens. Das gemeinsame Konzert mit „The Brew“ war zweifelsohne ein Höhepunkt in der Bandgeschichte. Und nun haben sie eine Scheibe veröffentlicht, die nicht nur professionell „verpackt“ ist – das Cover stammt von Michel Wende -, sondern auf der auch ebenso professionell gemachter Bluesrock zu hören ist, der ausschließlich aus eigener Feder stammt. Einzig bei „Indian Summer Day“ stand ihnen Musikerkollege Dirk Kittel beiseite.

Den Titelsong des Albums kann man inzwischen auch auf Youtube finden. Weiter geht es mit „Schufflin‘ Shoes“ und „Am I To Blame“. Alle drei Nummern sind etwas über 4 Minuten lang und klingen ziemlich ähnlich. Es folgt das kurz und sanft gehaltene Instrumental „Prelude“, welches nahtlos in den nächsten Song überleitet. „Dying Of The Sea“ ist dann auch das erste Highlight des Albums. Rockig, kraftvoll und mit „sauber“ gespielten Gitarrensoli trifft es genau meinen Geschmack. Auch im nächsten Song „Please Weak Up“ gefällt die Gitarrenarbeit von Lucas Fiege, wenn auch die Stimme etwas blass wirkt. Bei „Hoodoo Priest“, einem über 6 Minuten langen Werk, welches ganz ohne Gesang auskommt, schlägt endlich die Stunde von Drummer Marius Gebhardt. Ganze 3 Minuten dauert sein brillantes Solo; live schafft er das noch wesentlich länger. Ich komme nicht umhin, hinter diesen Song ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen. Mit „One Way Trail“ und „Indian Summer Day“ folgen zwei gefällige Nummern, deren Anleihe beim Country nicht zu überhören ist. Den Abschluss bildet „Unknow Ghost“. Nein, diese Nummer ist nicht nur der Abschluss; sie ist DER Höhepunkt schlecht hin. Auf über 8 Minuten Länge ziehen die Torgauer noch mal alle Register und zelebrieren so eine Art ostdeutsche Southernhymne. Klasse! Fazit: Die 10 Euro sind gut angelegt.

Offensichtlich ist man längst andernorts auf „Footsteps“ aufmerksam geworden, denn ihr Name ist inzwischen u. a. im Line up von Prießnitz, Tanna und Waffenrod zu finden. Im Oktober geht man dann gemeinsam mit den Leipziger Hardrockern von "Looks that Kill" auf Tour und beabsichtigt im Herbst erneut ins Studio zu gehen. Wir sind gespannt.

(Mai 2011)

 

Further


A Castle In The Air

That Was Built Just For You

You don’t Know Where You’re Going

Because You Don’t Know Where You Came From…

(HighRise)

 

So schnell schießen die Preußen nicht. Und ein solcher bin ich nun mal seit ein paar Jährchen. Soll heißen: Obwohl ich „Further“ bereits seit Ende März in meinen Händen halte, musste das neue Album von „Footsteps“ erst etliche Runden in meinem Player drehen, bevor ich mir ein Urteil erlauben konnte.

 

Die drei jungen Männer aus Torgau und Leipzig haben ihre Androhung wahr gemacht, und schon wenige Monate nach Erscheinen ihres Debütalbums nach gelegt. Meines Erachtens, für eine solch junge Band ganz beachtlich. Mein erster Eindruck: Sie sind gewachsen. Vielleicht nicht gerade über sich selbst hinaus, aber zumindest haben sie an Professionalität gewonnen. Und nun bin ich mir ganz sicher, „Footsteps“ werden ihren Weg machen.

 

Bei den 13 Songs auf dieser Scheibe, durchweg melodiöse und eingängige Nummern - perfekt eingespielt, handelt es sich ausschließlich um Eigenkompositionen der Band. Die Texte stammen von Sänger und Gitarrist Lucas Fiege. Während ich auf „Ain’t No Big Thing“ noch Höhen und Tiefen ausmachen konnte, bietet „Further“ Kontinuität; durchgängig kraftvoller, zeitloser Bluesrock. Einige lupenreine Bluesnummern, wie „Words Of  Farewell“ sind auch dabei. Auch wenn ich auf Scheibe Nr. 2 vergebens nach einer ähnlichen „Hymne“ wie „Unknow Ghost“ suchte, tut dies meinen Gesamteindruck nicht schmälern. Auch bei dieser Scheibe zeigen die drei perfekt aufeinander eingespielten Musiker, dass sie ihr Handwerk verstehen.

 

Die entsprechende Würze bekommt das Album durch erstklassige Gastmusiker, die sich Fiege, Herder und Gebhardt da mit ins Boot geholt  haben. Bei „Come Rain Or Shine“ erhalten sie Unterstützung von keinem Geringeren als Renft-Gitarrist Gisbert „Pitti“ Piatkowski. In der Nummer „Why Can’t My Baby“ spielt Stephan Graf die Slide-Gitarre. Graf ist Frontmann der Thüringer Gallagher-Tributband „Double Vision“, und die Bluesharp bläst hier Max Neuhaus. Als besonders gelungen, erscheint meiner Meinung nach, die Neun Minuten – Bluesballade „Sweet Love’s Gone“ vervollkommnet durch den Orgel-Part von Ricardo Brandt. Ganz nach meinem Geschmack!

 

Alles in allem ist auch diese Scheibe geeignet, um für gut 60 Minuten abzutauchen in der Musik von „Footsteps“. Es groovt, es rockt und es bluest. Die Gitarre stöhnt, getrieben vom stampfenden Sound von Bass und Schlagzeug. Allzu oft will man gar nicht glauben, dass da drei junge Männer (Jahrgang 1990) aus Torgau im Studio standen. Und dennoch: Es ist Blues von der Elbe!

 

(April 2012)

 

 

 


Album Nr. 3

 

Am 2. Oktober haben die 'Fussstapfen' mit "Restringed" ihr nunmehr drittes Album veröffentlicht. Das Album erschien bei "Kick The Flame/Broken Silence" in einer CD-Version und auf Langrille.

Hier die Titelliste der CD-Version:

01. Televised Revolution

02. Spying Eyes

03. Thompson Stomp

04. Statues & Fools

05. Unicolored Town

06. Restringed

07. Never Got The Blues

08. Prejam

09. Up All Night

10. Dizzy Daisy

11. Brothers In Mind

12. The Wall (Bonus)

Und wieder sind die Töne gemeinschaftlich gefunden worden und der Text stammt aus der Feder von Gitarrist und Sänger Lucas Fiege.

Micha aus DD hat das Werk bereits gehört und auf "Deutsche Mugge" eine Rezension veröffentlicht. Er schreibt: "Restringed ist ein kraftvolles Bluesrock-Album, das eine gereifte, top aufeinander eingespielte Band zeigt. Hendrik, Marius und Lucas haben sich musikalisch weiterentwickelt und spielen hier alle Stärken aus, die eine Triobesetzung bieten kann."

Übrigens! Der Bonus ist satte 9:28 Minuten lang.

Zum reinschnuppern geht man am besten auf Youtube. Noch besser aber, man zieht sich eines der nächsten Konzerte in der "Quetsche" oder im "Schützenhaus" Altdöbern rein. Noch bis Dezember sind die Sachsen auf Promo-Tour.

(9.10.2014)

Im Januar 2015 gab die Band völlig überraschend bekannt, man wolle aus bandinternen Gründen auf unbestimmte Zeit pausieren und sagte alle geplanten Konzerte ab.

(Februar 2015)