Seit gerade mal zwei Jahren hat Erkner jetzt diese Adresse für gute Live-Musik. Das erste Konzert  fand am 19. November 2011 statt. Und schon hat sich der Klub einen guten Ruf erworben, der längst bis in die benachbarte große Stadt gedrungen ist.


Keine Angst! Den Umweg über Paris und Rom muss man nicht nehmen, um nach Erkner zu gelangen. Der Berliner fährt mit 'seiner' S-Bahn bequem bis vor die Tore der Stadt. Der Auswärtige nimmt am besten den östlichen Berliner Ring. Von der Abfahrt Erkner sind es nur wenige Autominuten bis zum Ziel. Es lohnt sich nicht mal ein Navi zu bemühen. Ausreichend Parkplätze befinden sich direkt neben dem Klub.


Ein typischer 'Bluesschuppen' ist das "Paris-Rom-Erkner" wahrlich nicht. Das will man auch gar nicht sein. Der Eigentümer lässt sich in Sachen Live-Musik ganz bewusst nicht auf ein Profil festnageln, legt aber bei der Auswahl der Musikanten Wert auf gehobene Qualität. So ist nicht verwunderlich, dass sich seit der Eröffnung schon jede Menge bekannter nationaler Acts - wie man so sagt: die Klinke in die Hand gaben; so unter anderem "Gotte" Gottschalk, Tino Eisbrenner, "Bandana" oder "Unbekannt Verzogen". Und der Blues hat mit Jürgen Kerth, Waldi Weiz, Peter Schmidt oder Roland Beeg auch schon jede Menge würdige Vertreter in den letzten zwei Jahren nach Erkner gesandt.


Herr im Haus ist Eventmanager Ronald Schulze, der den Klub aus dem ehemaligen Restaurant "Stilbruch" geschaffen hat. Die Kultur hat man ihn wohl in die Wiege gelegt, denn sein Vater war zu DDR-Zeiten Klubhausleiter in Trebbin.


Obwohl die Wände reichlich mit Musikalien aller Art 'tapeziert' worden sind, besitzt das "Paris-Rom-Erkner" eher den Charme eines gemütlichen Cafés, als das einer Musikkneipe, was aber der Stimmung im Klub nicht entgegen steht. Ich denke, mit etwa 80 Plätzen ist die Kapazität ausgereizt. Stehplätze sind kaum zu finden, so dass das ganze eher einen familiären Charakter bekommt. Für mich als Konsumenten ganz angenehm, aber die 'Musicans' würden dann wohl doch eher Hallen füllen wollen, sofern sie von der Musik leben wollen oder müssen.


Geöffnet ist an Veranstaltungstagen. Neben der reichlichen Auswahl an Getränken, gibt es auch Snacks gegen den 'kleinen Hunger'.


Fazit: Der Laden ist eine gute Adresse mehr, um Livemusik zu hören und nette Leute zu treffen; wegen seiner Größe wohl eher ein Kleinod unter den einschlägigen Etablissements.


(Januar 2014)

 

siehe:

http://www.paris-rom-erkner.de/