Unglaublich,

in Leipzig boomt der Blues wie nie zuvor! Da formiert sich urplötzlich aus der „L.E. Boogie Band“ die „Franky Dickens Band“, treibt seit einiger Zeit der junge Fabian Hentschel sein ‚Unwesen‘, taucht „Justus“ wieder auf, zieht es die „Elster Blues Band“ auf die Bühne und alteingesessene Bands wie „Mama Basuto“ oder „Peter’s Deal“ sind IMMER NOCH DA! Gut so!

 

Doch damit nicht genug! Jetzt kommt die „LE BLUES COMPANY“!

Und wieder sind es junge Leute, die den Blues bekommen haben. Die Band hatte sich bereits in 2014 gefunden, hatte aber unlängst im benachbarten Halle ihren ersten öffentlichen Auftritt. Jung bedeutet nicht unbedingt Unerfahrenheit.

Die meisten Erfahrungen bringt Thomas Langrock (Jahrgang 1977) in die Band ein. Er stammt aus Sachsen-Anhalt, hat aber 10 Jahre lang Mikrofon und Schlagzeug bei der „Walker Daniel’s Band“ bedient, die man durchaus als die Hausband von Reuters Radlerhof (ehem. Central-Halle Gaschwitz) bezeichnen kann. Und genau das macht er auch in der Company. Ursprünglich hatte er bei Sabine Beese in Halle/S. Klavierunterricht genommen, wechselte ab dann an das Schlagzeug. Sein Lehrmeister war Gunter Lutze. Ihn dürften Einige noch als Gründungsmitglied von „Passion“ kennen, der einzigen DDR-Mittelalter-Rockband.

Auch Frank Nähter (Jahrgang 1978), der in der Company für die tiefen Töne zuständig ist, hatte einst Klavierunterricht genossen. Den Umgang mit dem Bass aber, lehrte ihn der Leipziger Andre Heyer von der „Far East Band“, die lange Zeit mit dem deutschen Reggae-Musiker Gentleman alias Tilman Otto zusammen gearbeitet hat. Aktuell spielt Nähter auch an der Seite von Jörg Badstübner bei der „Walker Daniel’s Band“.

Die Gitarre bei der „LE Blues Company“ spielt Youngster Kristian Frach (Jahrgang 1986). Er ging bei dem namhaften Berliner Jazz- und Rockgitarristen Guido Pyka in die Lehre. Pyka hat einst am Guitar Institut of Technology in Los Angeles studiert und steht selbst gelegentlich mit verschiedenen Bands auf der Bühne.

 

„The Blues is alright“, meinen die drei Herren und bringen in einem gut dreistündigen Programm, welches nicht zuletzt in eine Art Endlos-Jam übergeht, vor allem Songs von Clapton, Bonamassa, Warren Haynes, John Mayer und Oli Brown unter die Leute. Inzwischen gibt es auch schon den ersten eigenen Song im Repertoire, zudem Langrock den Text und Fracht die Musik beisteuerten. Und schon wird deutlich woher sie ihre Inspiration beziehen. Neben den alten Barden SRV, Cream und Led Zeppelin sind es aber vor allem junge Musiker, wie John Meyer, Henrik Freischlader oder Oli Brown.

Lassen wir uns überraschen, wenn es demnächst wieder heißt: „Der Blues ist in der Stadt“ und die Company zuschlägt!

 

(Mai 2015)