Anfang der 1970er Jahre gründete Martin Djoleff (bg) im Sächsischen die Rockband „Symphatie“, aus der 1977 die Folkrock-Band „Kactus“ hervor ging. Die Amateurband, die sich an der internationalen Folkrockszene und irischer Folklore orientierte, sorgte von Ebersbrunn bis Affalter für volle Häuser.

1982 traf, die damals 18jährige, Gudrun Lange auf Djoloff.  Nach einem kurzen Vorsingen wurde die Lange Mitglied bei „Kactus“ und später die Ehefrau von  Djoloff. Mit ihrem Eintritt bei „Kactus“ veränderte sich auch allmählich das musikalische Profil hin zur Countrymusik. Im Jahre 1985 nahm die Band in Polen erstmals an einem Countryfestival teil. 1986 entstand mit „Bärenstarke Cowboys“ (Lange/Schaal) der erste eigene Titel. Weitere Titel folgten. Damit wurde Ende der 1980er Jahre deutschsprachige Countrymusik neues Markenzeichen der Band. „Kactus“ war ziemlich erfolgreich und erhielt 1989 beim ostdeutschen Label „Amiga“ die Möglichkeit auf dem „Kleeblatt“-Sampler einen Titel zu veröffentlichen. Mit der politischen Wende in der DDR ergaben sich neue Möglichkeiten für die Band, die sich nun in der gesamtdeutschen Countryszene nach oben spielte und auch international Beachtung fand. 1991 nahm „Kactus“ erfolgreich an der „Snake Rattle & Rol Jam“ in den Vereinigten Staaten teil, wo kein Geringerer als Tom Astor auf die Band aufmerksam geworden ist.

In 2006 verstarb Bandgründer Djoloff, der hauptamtlich Leiter der Jugendherberge Augustusburg bei Chemnitz war. Die Band legte daraufhin eine Pause ein. Inzwischen ist „Kactus“ wieder da und hat eine neue CD eingespielt. Neben Gudrun Lange-Djoloff gehören zur aktuellen Besetzung: Rüdiger Claus (keyb, p, akkordeon), Thomas Georgiew (g, voc), Maik Schönherr (dr, perc), Torsten Großmann (bg) und Ilka Pittschaft (voc). Am bekanntesten dürfte wohl Großmann sein, der seit 1992 bei „Kactus“ und zuvor im „Studioteam Leipzig“ und bei Brigitte Stefan („Meridian“) spielte.

(Mai 2011)