"Lilienthal" - diese Band ist eng mit dem Namen Peter Kautzleben verbunden.

Die Anfänge der musikalischen Laufbahn von Peter Kautzleben (voc, g, harm) reichen bis ins Jahr 1984 zurück. 1986 gründete er seine erste eigene Band und nannte sie „Lilienthal“. Zur Gründungsbesetzung gehörten u.a. Hans „Erbse“ Moser (bg) und Thilo „Blondie“ Klemm (g). Beide hatten zuvor schon gemeinsam bei „Mama Basuto“ gespielt. Im Verlaufe der Zeit änderte sich die Bandbesetzung häufig. Die einzige Konstante blieb Kautzleben. Anfangs war der musikalische Stil der Band stark vom Blues und „Rhytm’n Blues“ geprägt. „Lilienthal“ wurde vor allem im sächsischen Raum schnell zu einem Geheimtipp und hatte eine ansehnliche Fangemeinde, trat aber auch erfolgreich u.a. beim Bluesfestival in Bad Berka auf.

1988 verstärkte Kautzleben die Band mit einem Bläsersatz. Dies bedeutete gleichzeitig eine stärkere Ausrichtung auf den Soul. Als eine Folkband gleichen Namens auftauchte, nannte man sich fortan „Peter’s Deal“, um Verwechslungen zu vermeiden. 1989/1990 folgten für die ostdeutsche Musikszene „schmale“ Jahre, auch um „Peter’s Deal“ wurde es ruhig.

1991 kehrte Moser aus seinem „Westberliner Exil“ zurück in seine Heimatstadt Leipzig. Er hatte in Westberlin mit ehemaligen Kollegen die Leipziger Band „Mama Basuto“ neu entstehen lassen; war jedoch nicht sehr erfolgreich. Mit Moser an der Seite startete Kautzleben wieder durch. Zur damaligen Besetzung gehörten außerdem: Ted Pierce (voc, g), Steffen Seifahrt (sax), Rene Richter (tp) und Per Winkler(dr). Ein Jahr später veröffentlichte Kautzleben sein Debütalbum „Too Much“. Die Auftritte häuften sich wieder. Die Band unternahm sogar eine recht erfolgreiche Tour durch Irland. Mit „Friends“ erschien 1999 eine weitere CD, doch da hatte Moser „Peter’s Deal“ bereits verlassen. Gemeinsam mit Lutz Heinrich und Bernd „Charlie“ Haucke, die beide in den 1970er Jahren bei „Set“ gespielt hatten, gründete er 1995 die Leipziger Bluesrockformation „Eisenheinrich“, wo er bis zu seinem Tod blieb.

Kautzleben ist noch immer in Sachen Blues unterwegs. Solistisch oder mit wechselnder Besetzung als „Peter’sDeal“ trifft man ihn vorzugsweise im Leipziger Raum an. Im Programm hat er sowohl bekannte Bluesklassiker, als auch eigene Songs, die die typischen Klischees des Blues bedienen und von Glück, Leid, Frauen und Alkohol handeln. In seinen Geschichten erzählt er über sich oder aber über Leute wie du und ich. Sind seine langen Haare auch längst ergraut, in der Seele hat er den Blues noch immer. Dort wo er auftritt verbreitet er Feeling pur. Sein Blues ist authentisch. Und es dauert nicht lange, dann tanzt seine Zuhörerschaft noch heute den Blues.

Weitere Band- bzw. Begleitmusiker: Thomas Koch (bg), Jogi Franke (dr), Thomas Zuleger(bg) und Andre Jolig (p, keyb).

(Februar2012) 

CD-Cover